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»Studieren nach Auschwitz« -Universität und Nationalsozialismus.

»Studieren nach Auschwitz« -Universität und Nationalsozialismus.
Einladung zur Veranstaltungsreihe der Initiative Studierender am IG Farben Campus

Nach dem Aufsatz Erziehung nach Auschwitz von Theodor W. Adorno muss vor allem die Fähigkeit zur Reflexion zum Ziel von Bildung und Erziehung nach Auschwitz werden. In diesem Sinne möchte die Initiative Studierender am IG Farben Campus zu einer Veranstaltungsreihe einladen, während der in einem breiten thematischen Spektrum das Verhältnis von Universität und damit auch von Bildung und Kultur zum Nationalsozialismus diskutiert werden soll, um somit die Möglichkeit zur Reflexion der Geschichte der eigenen Institution zu eröffnen.

Nach langen Auseinandersetzungen ist ein Rahmen für die Erinnerung an die vielen Ermordeten und wenigen Überlebenden des von der IG Farben betriebenen KZ Buna/Monowitz auf dem IG Farben Campus entstanden, allerdings lässt sich nirgends ein Zeichen der nationalsozialistischen Vergangenheit der Goethe-Universität finden.

Da die Universität schon seit dem Umzug 2001 proklamiert, das IG Farben- Gebäude zum „Palast des Geistes“ umzudeuten, und damit Universität und Bildung unvermittelt als Bruch und in Gegensatz zur nationalsozialistischer Vergangenheit stellt, soll in der Veranstaltungsreihe gerade auf das Scheitern von Kultur im Nationalsozialismus reflektiert werden. Das wird an der Institution der Universität selbst deutlich, hat sich diese doch vom „undeutschen Geiste“, Lehrenden und Studierenden reinigen und in die antisemitische Volksgemeinschaft integrieren lassen – sei es mit geisteswissenschaftlicher Ideologieproduktion, naturwissenschaftlicher Rassenlehre oder Kampfstoffforschung.

Mit der Veranstaltungsreihe soll auf diese Lücke hingewiesen und versucht werden, sie inhaltlich zu füllen. Dazu sind sowohl Lehrende als auch Studierende aus Frankfurt, wie auch bundesweit, eingeladen worden, um die Diskussion in der Öffentlichkeit anzuregen.

Donnerstag, 20. Mai, Raum IG 0.254, 20:00h
Dr. habil. Benjamin Ortmeyer, Frankfurt
NS-Rektor Krieck 1933 und die geisteswissenschaftliche Pädagogik im
Nationalsozialismus

Mittwoch, 26. Mai, Raum IG 0.254, 20:00h
Florian Eisheuer, Berlin
Umbenennen, verdrängen, weitermachen – Ethnologie im NS und danach

Mittwoch, 9. Juni, Raum IG 0.254, 20:00h
Initiative Studierender am IG Farben Campus
An den Grenzen des Geistes. Über Jean Amérys ,Erfahrungen als Intellektuellen in Auschwitz.

Mittwoch, 9. Juni, Raum IG 0.254, 20:00h
Free Class FaM
Vom Ort der Barbarei zum Ort der Kunst

Dienstag, 15. Juni (Raum wird noch bekannt gegeben), 20:00h
Magnus Klaue, Berlin
Das dialogische Prinzip und die deutsche Ideologie

Mittwoch, 16. Juni, Raum IG 0.254, 20:00h
Kritische Jurist_innen, Frankfurt
Gebrochene Kontinuitäten. Die deutsche Jurisprudenz nach dem Nationalsozialismus

Dienstag, 22. Juni (Raum wird noch bekanntgegeben), 20:00h
Monica Kingreen, Frankfurt
Zurück nach Frankfurt – Rückkehr

Mittwoch, 23. Juni, Raum IG 0.254, 20:00h
Prof. Dr. Volker Roelcke, Gießen
Medizin im Nationalsozialismus und das Institut für Erbbiologie und Rassenhygiene der Universität Frankfurt: Historische Kenntnisse, mögliche Implikationen.

Montag, 28. Juni (Raum wird noch bekanntgegeben), 20:00h
AG Antisemitismus, Trauma, Tradierung, Frankfurt
Traumatisierte Täter? Zur kulturwissenschaftlichen
Relativierung der Shoah

Mittwoch, 30. Juni, Raum IG 0.254, 20:00h
PD Dr. habil. Werner Konitzer, Frankfurt
Philosophie, Volk und Gewalt – zur Rechtfertigung des Nationalsozialismus bei Hans Freyer

Mittwoch, 7. Juli, Raum IG 0.254, 20:00h
Samuel Salzborn, Gießen
Kritische Theorie der Politik. Franz L. Neumann und die Frankfurter Schule

Das Ganze wird Organisiert von den Studierenden am IG-Farbencampus (dort auch nähere Infos zum Programm) und mit freundlicher Unterstützung des AStA der Universität Frankfurt, Fachschaft 03, Fachschaft 04, Fachschaft 10, Kritische Jurist_innen Frankfurt

Das komplette Programm mit mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen könnt ihr hier herunterladen

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Diskussionen

3 Gedanken zu “»Studieren nach Auschwitz« -Universität und Nationalsozialismus.

  1. uhrzeiten für die veranstaltungen wären hilfreich :-)

    Verfasst von egal | 14. Mai 2010, 11:55
  2. alle veranstaltungen beginnen um 20 UHR

    Verfasst von initiative studierender am ig farben campus | 19. Mai 2010, 22:28

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