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Die Rechte in Europa…

In Zusammenarbeit mit der campusantifa präsentieren wir euch im Mai zwei Veranstaltungen zur Rechten in Europa. In einer ersten Veranstaltung wird Karl Pfeifer zum Rechtsruck in Ungarn referieren und in der darauffolgenden Woche wollen wir uns mit dem Rechtspopulismus in den Niederlanden beschäftigen. Hier die Ankündigungen:

Ungarn: Zwischen Rechtspopulismus und Faschismus?

In Ungarn regiert seit dem vergangenen Jahr eine Koalition aus dem rechtspopulistischen und offen nationalistischen „Ungarischen Bürgerbund“ (Fidesz) und der rechtskonservativen „Christlich-Demokratischen Volkspartei“ (KDNP). Diese Koalition verfügt über eine verfassungsändernde 2/3-Mehrheit im Parlament. Seitdem geistern in unregelmäßigen Abständen Berichte durch die bürgerliche Presse, in denen sich über die Wahlerfolge der faschistischen „Bewegung für ein besseres Ungarn“ (Jobbik), deren paramilitärischen Arm (die „Ungarische Garde“) oder die repressiven Eingriffe der neu geschaffenen Medienaufsichtsbehörde empört wird.

Doch um zu verstehen, warum Parteien wie „Fidesz“ und „Jobbik“ mit ihren antisemitischen, antiziganistischen und völkischen Ressentiments überhaupt erst so erfolgreich werden konnten, bedarf es nicht nur eines Rückblickes auf die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte der beiden Parteien, sondern ebenso eines differenzierten Blickes auf die sozioökonomische Verfasstheit der ungarischen Gesellschaft, aus der eben jene Ressentiments vorgetragen werden. Es ist mehr als offensichtlich, dass es sich hierbei längst nicht mehr um ein sogenanntes Randphänomen handelt. Nicht zuletzt die Wahlergebnisse verdeutlichen, dass die propagierte Mischung aus verkürzter Kapitalismuskritik und völkischer Blut- und Bodenideologie auf breite gesamtgesellschaftliche Zustimmung stößt. Um diese Hintergründe näher zu beleuchten, laden wir Euch zu einem Vortrag mit Karl Pfeifer1* und anschließender Diskussion ein.

04.05.2011 – Café KoZ – 19 Uhr

Filmvorführung „Wilders -Prophet der Angst“

Auch in anderen europäischen Ländern sind rechte Strömungen seit Jahren auf dem Vormarsch. So zum Beispiel in den einst als liberales Musterland geltenden Niederlanden. Dort konnte der Rechtspopulist Geert Wilders mit seiner „Partij voor der Vrijheid“ bei den Parlamentswahlen im letzten Jahr starke Gewinne verbuchen und fungiert seitdem als Mehrheitsbeschaffer der amtierenden rechts-liberalen Regierung, was es ihm ermöglicht seine rassistische Agenda weitestgehend umzusetzen.

Wir zeigen den Dokumentarfilm „Wilders – Prophet der Angst“, der eine erste Annäherung an Wilders politisches Programm und die Bedingungen seines Erfolgs erlaubt.

10.05.2001 – 20 Uhr – Café KoZ

  1. * Karl Pfeifer lebt als Journalist und Autor in Wien, seine Beträge erscheinen unter anderem in der Budapester Wochenzeitung Hetek, der Jungle World und auf dem Onlineportal Hagalil. [zurück]
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  1. Pingback: Die neue ungarische Verfassung – Linksammlung 17.-19.4.2011 « Pusztaranger - 19. April 2011

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