//
du liest...
Uncategorized

Gechlechtlichkeit und Dimensionen von Rollenförmigkeit

Im Rahmen der Vortragsreihe „Geschlechtlichkeit und Dimensionen von Rollenförmigkeit“ präsentieren wir euch einen Einblick in verschiedene Rollenmuster, die Emanzipationsbewegung, Ausgestaltung und Auswirkung geschlechtlich normativen Denkens und Handelns und eine Darstellung der Zusammenhänge von kapitalistischen Produktionsverhältnissen, Krise und Geschlecht. Wir laden euch herzlich ein, an den Vorträgen und Diskussionen teilzunehmen.

Euer AStA.

Andreas Kemper – Kritische Einführung zu Maskulinismus – Maskulinismus und die Linke

Dienstag 11.12.12, 16 Uhr, Café KOZ// Studierendenhaus am Campus Bockenheim

Wie bei jeder Emanzipationsbewegung geht auch gegen den Feminismus eine Bewegung einher, die eine Täter-Opfer-Umdrehung versucht. Der moderne organisierte Antifeminismus, der sich Maskulismus nennt, hat sich im deutschsprachigen Raum seit zehn Jahren vor allem im Internet formiert. Mittlerweile gehören aber auch Antifeminismus-Tagungen (Schweiz) und Männerkongresse (Uni Düsseldorf) zu seinem Wirkungsfeld. Obschon der Mainstream dieser Szene weit rechts anzusiedeln ist, wird zum Teil auch erfolgreich versucht, den Maskulismus als linke Emanzipationsbewegung darzustellen. Der Soziologe Andreas Kemper stellt den organisierten Antifeminismus im deutschsprachigen Raum und die aktuellen Entwicklungen vor und fokussiert hierbei linke Blogs. Es wird ausreichend Platz für Nachfragen und Diskussionen sein.

Maren Kirchhoff und Lisa-Marie Heimeshoff – Globale Entwicklung von domestic workers

Donnerstag 13.12.12, 18 Uhr, Café KOZ // Studierendenhaus am Campus Bockenheim

Hausangestellte bzw. Hausarbeiter_innen sind in vielen Ländern von Rechten, die andere Arbeiter_innen haben, ausgeschlossen. Viele von ihnen sind in prekären Arbeitsverhältnissen tätig und haben Probleme, ihre Rechte einzufordern, da ihre Arbeit vielfach nicht als solche anerkannt wird. Zudem arbeiten viele, teils undokumentierte Migrant_innen in diesem Sektor, für die eine Einforderung von Rechten wiederum erschwert ist. In den vergangenen Jahren haben sich Hausarbeiter_innen jedoch transnational zusammengeschlossen und für eine Anerkennung ihrer Arbeit gekämpft. Im Jahr 2011 haben sie so die Konvention 189 der Internationalen Arbeitsorganisation unter dem Titel „Decent Work for Domestic Workers“ erstritten. Diese bildet somit eine Grundlage für den Kampf der Hausarbeiter_innen, um eine faktische Anerkennung ihrer Rechte durch Regierungen und Arbeitgeber_innen. Lisa-Marie Heimeshoff und Maren Kirchhoff stellen die globale Organisierung der Hausangestellten um die Konvention, ihre Ratifizierung und Umsetzung vor und gehen dabei auf unterschiedliche Möglichkeiten der Organisierung sowie auf spezifische Herausforderungen bei der Organisierung von Hausarbeiter_innen ein und liefern eine Einschätzung der aktuellen Situation.

Roswitha Scholz – Kapitalismus, Krise und Geschlecht

Dienstag 15.01.13, 19 Uhr 18 Uhr, Café KOZ // Studierendenhaus am Campus Bockenheim

Die Wert-Abspaltungskritik – ein neuer Versuch marxo-feministischer Theoriebildung Seit geraumer Zeit lässt sich eine Marx-Renaissance beobachten. Nach dem „cultural turn“ der letzten Jahrzehnte treten nun wieder „materielle“ Aspekte in den Vordergrund. Und so fordert Nancy Fraser auch im feministischen Kontext „Frauen denkt ökonomisch“. Ansonsten sind jedoch marxo-feministische Konzepte rar, die jenseits traditioneller Marxismen nach dem Zusammenbruch des Ostblocksozialismus und den neuerlichen Krisenentwicklungen im Kapitalismus Neuland betreten. In dem Referat wird thesenhaft die Wert-Abspaltungstheorie vorgestellt, die einer neuen Qualität des warenproduzierenden Patriarchats Rechnung tragend will und dabei gleichzeitig auch die kulturell-symbolische Ebene zu integrieren versucht.

Ulrike Lembke – Geschlechterstereotype und Vergewaltigungsmythen als Hindernisse bei der Strafverfolgung von Sexualdelikten

Donnerstag 24.01.201,19 Uhr, 19 Uhr, H1 – Unicampus Bockenheim

Strafprozesse wegen sexualisierter Gewalt haben – auch in den letzten Monaten – große Aufmerksamkeit erfahren und waren von kontroversen Diskussionen begleitet. Insgesamt ist die Strafverfolgung von Sexualdelikten in Deutschland ersichtlich ineffektiv und stellt für die Opfer selbst oft eine weitere traumatisierende Erfahrung dar. „Beweisschwierigkeiten“ müssen meist pauschal als Erklärung herhalten. Bei genauerem Hinsehen wird aber deutlich, welch wesentliche Bedeutung Geschlechterstereotype, Sexualitätsmythen und opferbeschuldigendes Alltagswissen in Polizei, Staatsanwaltschaften, Gutachten und Gerichten haben. Der Vortrag zeigt auf, in welchen Zusammenhängen gewaltlegitimierende kulturelle Muster für die Strafverfolgung von Sexualdelikten relevant werden, und stellt Gegenbewegungen zur Diskussion wie die Gesetzesänderungen und Reformversuche der letzten Jahre, Transfer von Expert/innenwissen, Quotierung der Strafverfolgungsorgane und Interventionen von internationaler Ebene.

„you made a mess of my sex, now i got to put it all back together…“
Hanni Hausschuh und several special guests, 5. Februar, 19:00h KoZ

eine kurze einführung zum losen zusammenhang von biologischem geschlecht, begehren und geschlechtsidentität, dem verusch das theoretisch zu begreifen und der frage, warum wir mit denen rumhängen und -ärgern.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: